Lightroom-Tipp #1: „Der magische Slash“
2. Februar 2020
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Nun ist es soweit. Pünktlich zum besonderen Palindrom-Datum, dem 02.02.2020 (siehe auch ganz am Ende dieses Artikels), starte ich meinen Lightroom-Newsletter und -Blog, indem ich kleinere und größere Tipps und Tricks aus meiner täglichen Praxis der letzten fast 13 Jahre seit der Lightroom Version 1.0 sowie die Erfahrungen aus mehr als 100 Workshops und Einzelcoachings weitergeben möchte. Fürs Erste ist dies einmal pro Monat geplant und die Zeit wird zeigen, ob das ein passendes Intervall ist oder ein anderer Rhythmus sinnvoll wäre.

Für die erste Ausgabe habe ich mir einen kleinen, aber feinen Tipp zum Stempel-Werkzeug ausgesucht. Korrekt heißt es natürlich Bereichsreperatur-Werkzeug, aber wer hat schon Spaß an solch sperrigen Übersetzungen der deutschen Lightroom-Version. Ich eher nicht und deshalb habe ich mein Lightroom im Alltag auch auf Englisch eingestellt.

Auch wenn es sich beim aktuellen Tipp „nur“ um ein – nach meiner Erfahrung recht unbekanntes – Tastenkürzel handelt, ist dieses in der Praxis doch sehr nützlich und spart einem in vielen Fällen wertvolle Zeit. Die Rede ist von der Slash-Taste, also der Taste für den normalen Schrägstrich: /

Falls Ihr beim Googeln nach berühmten Gitarristen hier gelandet sein solltet: Sorry, es geht hier nicht um Guns ‚N Roses!

Zu finden ist der Slash auf allen deutschen Tastaturen in der Kombination von Shift (der Taste für Großbuchstaben) und der Taste 7. Auf Tastaturen mit einem abgesetzten Ziffernblock findet er sich zusätzlich auch noch oberhalb der 8 (bei Windows) bzw. der 9 (beim Mac) auf dem Ziffernblock. Auf manchen Windows-Tastaturen findet man dort auf dem Ziffernblock statt dem Slash-Symbol oft auch das mathematische Symbol fürs Dividieren: ÷

Die Taste-Kürzel auf der Mac-TastaturDie Taste-Kürzel auf der Windows-Tastatur
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Kleine Einschränkung

Auf manchen Windows-Laptops ohne Ziffernblock funktioniert das im Folgenden Beschriebene leider nicht mit der Kombination aus Shift und der Taste 7 und ich kann leider auch keine Alternative dafür anbieten. Falls unter den Lesern jemand einen Hinweis dazu hat, bin ich natürlich sehr daran interessiert und werde dann gerne hier davon berichten.

Worin liegt nun der Nutzen der magischen Slash-Taste? Jeder, der auch nur Gelegentlich Gebrauch vom Stempel-Werkzeug macht, kennt mit Sicherheit die Momente, in denen Lightroom bei der automatischen Suche nach einer passenden Quelle grandios scheitert. So zu sehen im folgenden Screenshot. Das wäre ja erst mal nicht weiter schlimm. Man verschiebt einfach die Quelle zu einer offensichtlich besser passenden Stelle im Bild und schon ist die Welt wieder in Ordnung.

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Doch oft ist man bei solchen Retuschearbeiten in der Situation (wie ebenfalls im obigen Screenshot zu sehen), dass man ins Bild hinein gezoomt hat und Lightroom hat die Quelle irgendwo in den aktuell nicht sichtbaren Teil des Bildes gelegt und es müsste jetzt das große Suchen inkl. Scrollen/Zoomen losgehen, bis man eine passende Quelle von Hand festgelegt hat.

Wäre es da nicht super praktisch, wenn man Lightroom sagen könnte: „Pass mal auf! Das war wohl nix, aber ich geb Dir nochmal ne Chance! Also streng Dich etwas mehr an und versuch es nochmal!“

Und genau da kommt jetzt der Slash ins Spiel. Mit ihm kann man Lightroom immerhin den letzten Teil der Aufforderung mitteilen: „Versuch’s nochmal!“ Dass bestimmte, für Lightroom verantwortliche Kreise bei Adobe nicht sehr offen für Kritik sind, ist ja hinlänglich bekannt, weshalb der restliche Teil der Auffoderung und Mahnung wohl verpuffen dürfte 😉

Aber in der Regel klappt es spätestens nach dem zweiten Klick auf die Slash-Taste und LR hat (wie im nächsten Screenshot gezeigt) eine passende Quelle für die Retusche gefunden. Oder zumindest eine innerhalb des sichtbaren Bereichs, so dass man nun selber leicht Hand anlegen kann und dann in jedem Fall zu einem „perfekten“ Ergebnis kommt.

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Kleiner Bonus-Tipp

Wer sich bislang gefragt hat, wie man bei aktiviertem Stempel-Werkzeug (und das Folgende gilt auch für andere Werzeuge in LR) denn in das Bild hinein oder hinaus zoomen kann, für den habe ich hier noch einen kleinen Bonus-Tipp. Ist ja heute der erste LR-Tipp des Monats, da kann ich noch verschwenderisch sein 😉

Einfach die Leer-Taste (Space Bar) gedrückt halten und schon funktionieren Mausklicks und Drag and Drop zum Zoomen und Verschieben des sichtbaren Bereiches so wie man es in der normalen Ansicht (ohne aktiviertes Werkzeug) gewohnt ist.

Soweit für heute zu diesem LR-Tipp des Monats. Ich hoffe mit dem aktuellen Tipp das Lightroom-Leben der Leser ein klein wenig angenehmer machen zu können und freue mich natürlich über jegliches Feedback hier über die Kommentar-Funktion oder gerne auch per Mail.

Am ersten März geht es dann mit dem nächsten Tipp weiter und ich bin gespannt, wie sich diese Serie weiterentwickeln wird. Meine vorab erstellte Sammlung mit Tipps reicht beim aktuellen Rhythmus auf jeden Fall schon mal für die nächsten zwei Jahre.

Und damit sind wir bei einem wichtigen Punkt: Ich würde mich auch über Feedback zu den von Euch gewünschten Themenbereichen für zukünftige Tipps freuen. Schreibt mir also gerne, ob es mehr Tipps zum Bearbeiten, zum Verschlagworten, zum Suchen und Filtern oder vielleicht auch ganz anderen Modulen als den beiden Platzhirschen Bibliothek und Entwickeln geben sollte.

 

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Bounty-Programm

Nicht nur Eure Wünsche interessieren mich. Falls Ihr auch einen Tipp zu Lightroom auf  Lager habt, von dem Ihr glaubt, dass er hier veröffentlicht werden sollte, dann nix wie aufgeschrieben und per Mail an mich geschickt.

Falls es ein Tipp ist, den ich noch nicht auf dem Zettel hatte, dann gibt es neben der selbstverständlichen Erwähnung des Tipp-Gebers auch noch eine fette Belohnung! Ich bin gespannt, was ich nach knapp 13 Jahren mit Lightroom und Studium von vielen Videos und Artikeln noch alles an Neuem entdecken darf.

Fürs erste werden die Tipps übrigens ohne jegliche Einschränkungen hier öffentlich zugänglich sein. Nach einer gewissen Zeit – auf die ich mich jetzt noch nicht festlegen möchte – werden die Tipps eventuell nur den Abonnenten des dazugehörigen Newsletters zugänglich sein. Aber ich denke, das ist ein kleiner Preis als Ausgleich für die Arbeit und Zeit die ich in die Tipps und meinen restlichen Blog stecke 🙂

Also geht am besten gleich zur Newsletter-Seite und meldet Euch an, falls Ihr das nicht eh schon getan habt und erzählt Euren Freunden bei Facebook, Instagramm oder im RL.

In jedem Fall Danke dafür und für Eure Zeit beim Lesen meiner Blog-Artikel ❤️

Und zum Abschluss sei mir noch eine kleine Werbung gestattet. Für alle, die sich eine Unterstützung beim Lernen der wichtigsten Shortcuts in Lightroom wünschen, gibt es Licht am Ende des Tunnels:

Der Lightroom-Spickzettel

Abwaschbar, Wasser- und Kaffee-fest und damit für den harten Büroalltag bestens geeignet findet Ihr auf der Vorderseite jede Menge nützliche Tastenkürzel und auf der Rückseite einige Erklärungen zu den wichtigsten Funktionen im Entwickeln-Modul sowie ein paar weitere kleine Tipps und Tricks. Falls Ihr ihn noch nicht kennt, dann klickt ihn Euch gerne über den folgenden Link 🙂

 

Der Lightroom-Spickzettel

Aus der Erfahrung aus mehr als einem Jahrzehnt täglicher Arbeit mit Lightroom sowie vielen Workshops und Trainings habe ich den Lightroom-Spickzettel entwickelt, der alle wichtigen Tastaturbefehle, Tipps und Tricks für Lightroom kompakt zusammenfasst.

DIN A4, 300g/qm cellophaniert, abwaschbar

9,90 

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Was ist am heutigen Datum so besonders?

Das heutige Datum (02.02.2020) lässt sich vorwärts wie rückwärts genau gleich lesen und ist damit ein Palindrom. Und zwar nicht nur in der für uns geläufigen Schreibweise mit Tag.Monat.Jahr, sondern auch in der (IMHO bescheuerten) amerikansichen Schreibweise mit Monat.Tag.Jahr UND in der ISO-Schreibweise Jahr.Monat.Tag

Diese Besonderheit kommt nur ganz, ganz selten vor. Siehe dazu auch das von mir verlinkte Video von einem meiner Lieblings-Youtuber.

Aber damit nicht genug: Heute ist auch der 33. Tag des Jahres (wieder ein Palindrom) und da wir ein Schaltjahr haben, sind es noch sage und schreibe genau 333 Tage bis zum Jahresende (noch ein Palindrom). Zur Krönung lässt sich beides noch aneinander reihen und mit 33333 erhält man noch ein Palindrom. Und das kommt in der ganzen Zeit der vierstelligen Jahreszahlen nur genau einmal vor.

Ist das nicht großartig? Gebt es zu: Jetzt seid Ihr wirklich happy, dass Ihr bis zum Schluss gelesen habt 😉

Meine Ausrüstung

Da ich in Emails oder im persönlichen Gespräch immer wieder nach meiner Ausrüstung oder Tipps zum Thema "sinnvolles Foto-Zubehör" gefragt werde, habe ich mir die Mühe gemacht, meine persönliche Ausrüstung zu dokumentieren. Alle unter dem Menüpunkt "Meine Ausrüstung" aufgelisteten Artikel kann ich also definitiv empfehlen. Die Liste wird regelmäßig gepflegt und aktualisiert.

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