Lightroom-Tiger-Tipp #14: „Alles über Auflösung“ – Teil 8
6. Dezember 2020
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8. Export für Drucksachen wie Kalender oder Fotobücher

Und nun zu den Presets für den Druck von Bildern. Am einfachsten habt Ihr es, wenn Ihr Eure Bilder bei mir drucken lasst. Dann müsst Ihr nur das FAP-EOTT-Preset (Fine-Art-Print / Eye of the Tiger) aus meiner Export-Preset-Sammlung (siehe Kapitel 6 sowie die Tabelle weiter unten in diesem Kapitel) verwenden und Eure Bilder werden als Original-RAW + XMP-Datei mit allen Euren Einstellungen exportiert und ich kann sie optimal für den Druck aufbereiten. Softproof und Ausgabe-Schärfen für das entsprechende Papier inklusive.

Für alle anderen Fälle möchte ich Euch die entscheidenden Punkte im Folgenden näher erläutern.

Das Wichtigste beim Export für den Druck ist, dass man die Datei mit der für den Drucker richtigen Auflösung erzeugt. Das bedingt aber natürlich, dass man die Größe des Drucks kennen muss. Da diese sich aber von Fall zu Fall unterscheidet, habe ich dafür nur ein einziges Beispiel-Preset für DIN A4 erstellt.

Für Eure individuellen Druckgrößen müsst Ihr dann die Zentimeter-Angaben im Export-Dialog entsprechend anpassen. In der Regel sind die eingestellten 300 PPI für fast alle Gelegenheiten am besten und können so stehen bleiben. Auch für alle Druckprojekte im Offset- oder Digitaldruck durch eine Druckerei solltet Ihr hier immer 300 PPI eingetragen lassen. Es sei denn, die Druckerei, die Repro-Menschen oder die Grafiker sagen Euch explizit etwas anderes.

Lediglich für Drucke auf einem Epson Foto-Drucker (Stylus Pro, SureColor, etc.) wären – wie schon in Kapitel 2 erwähnt – 360 PPI die korrekte Angabe.

Was den Farbraum angeht, hängt es stark davon ab, wer Eure Bilder weiterverarbeitet und wie sie gedruckt werden. Werden Eure Bilder von einem Layouter, Grafiker oder Euch selbst in einem Layout und mit einer professionellen Software wie InDesign u.ä. verwendet, dann ist in aller Regel das in meinem Preset eingestellte AdobeRGB am besten. Im Zweifel fragt Ihr beim Bildverwerter nach. Das kann zwar zu ähnlich kompetenten Antworten wie in Kapitel 3 und Kapitel 4 führen, aber Ihr habt gefragt und niemand kann Euch hinterher was vorwerfen. Falls die Antworten aber nicht eindeutig ausfallen, nehmt Ihr lieber sRGB.

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Bei mir sind alle Presets immer kostenlos 😉

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Digitaler Download
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Preset-NameBeschreibung
Print - DIN A4Export für qualitativ hochwertige Prints in der Größe DIN A4 mit 300 PPI
JPEG 100%, AdobeRGB (versteht nicht jeder Printdienstleister, sonst sRGB auswählen)
Achtung: Ausgabeschärfen muss je nach Situation individuell eingestellt werden. Siehe auch Kapitel 9
Print - FAP - EOTTWenn Ihr Fine-Art-Prints bei einem Dienstleister wie mir erstellen lassen wollt, dann ist dies der ideale Weg die Bilder zu exportieren:
Als Original, dass ich dann mit allen Euren Einstellungen zum Drucken in LR importieren kann.
Print - Full Res - HQExport für qualitativ hochwertige Prints mit der vollen nativen Auflösung,
JPEG 100%, AdobeRGB (versteht nicht jeder Printdienstleister, sonst sRGB auswählen)
Achtung: Ausgabeschärfen muss je nach Situation individuell eingestellt werden. Siehe auch Kapitel 9
Print - Full Res - StdExport für Standard-Prints mit der vollen nativen Auflösung,
JPEG 100%, sRGB
Achtung: Ausgabeschärfen muss je nach Situation individuell eingestellt werden. Siehe auch Kapitel 9

 

Wenn der Bildverwerter oder der Drucker Eure Bilder gerne in der vollen Auflösung und nicht hoch- oder rungtergerechnet möchte, dann kommen die beiden Presets mit dem „Print – Full Res“ zum Einsatz. Sie unterscheiden sich lediglich im Farbraum: AdobeRGB bei HQ und sRGB bei Std. Für die Entscheidung gilt hier natürlich dasselbe wie im vorherigen Absatz.

Alle Presets in diesem Kapitel verwenden von Haus aus kein Ausgabe-Schärfen, da dies je nach Situation angepasst werden muss. Mehr zum Thema findet Ihr im nächsten Kapitel.

Noch ein paar Worte speziell zum Export für Fotobücher und Fotokalender. Oder genauer gesagt für alle Drucksachen, bei denen eine Layout-Software des Druckdienstleisters (Saal-Digital, CEWE, MyPhotobook, und wie sie alle heißen) zum Einsatz kommt:

In allen diesen Fällen fahrt Ihr am besten mit dem Preset „Print – Full Res – Std„. Es exportiert wie gesagt die volle, native Auflösung Eures Bildes, komprimiert Eure JPEGs verlustlos (100%), verwendet sRGB und auf Ausgabe-Schärfen solltet Ihr auf jeden Fall auch verzichten. Das übernimmt die Layout-Software (hoffentlich) für Euch, wenn sie die Bilder beim Upload zum Dienstleister auf die richtigen Auflösung umrechnet.

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Vorschläge, Wünsche und Bounty-Programm


Wie immer freue mich natürlich über jegliches Feedback. Am liebsten hier über die Kommentar-Funktion oder auch per Mail. Schreibt mir gerne, ob Ihr den Tipp schon kanntet oder ob Ihr ihn für Eure Arbeit mit Lightroom nützlich fandet.

Fürs erste werden die Tipps übrigens ohne jegliche Einschränkungen hier öffentlich zugänglich sein. Nach einer gewissen Zeit – auf die ich mich jetzt noch nicht festlegen möchte – werden die Tipps eventuell nur den Abonnenten des dazugehörigen Newsletters zugänglich sein. Aber ich denke, das ist ein kleiner Preis als Ausgleich für die Arbeit und Zeit die ich in die Tipps und meinen restlichen Blog stecke 🙂

Also geht am besten gleich zur Newsletter-Seite und meldet Euch an, falls Ihr das nicht eh schon getan habt und erzählt Euren Freunden bei Facebook, Instagram oder im RL

Und damit kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: Ich würde mich auch über Feedback zu den von Euch gewünschten Themenbereichen für zukünftige Tipps freuen. Schreibt mir also gerne, ob es mehr Tipps zum Bearbeiten, zum Verschlagworten, zum Suchen und Filtern oder vielleicht auch ganz anderen Modulen als den beiden Platzhirschen Bibliothek und Entwickeln geben sollte.

Aber nicht nur Eure Wünsche interessieren mich. Falls Ihr auch einen Tipp zu Lightroom auf  Lager habt, von dem Ihr glaubt, dass er hier veröffentlicht werden sollte, dann nix wie aufgeschrieben und per Mail an mich geschickt.

Falls es ein Tipp ist, den ich so noch nicht auf dem Zettel hatte, winkt Euch neben der natürlich selbstverständlichen Erwähnung als Tipp-Geber auch noch eine fette Belohnung! Ich bin gespannt, was ich nach all den Jahren mit Lightroom und Studium von vielen Videos und Artikeln noch alles an Neuem entdecken darf.

Zum Ende dieser Ausgabe bleibt mir dann nur noch eines zu sagen: Ich hoffe, dass Euch der ausführliche Tipp und die Bilder gefallen haben, so dass Ihr den Blog und Newsletter mit gutem Gewissen weiter empfehlen könnt.

Und falls Euch meine Arbeit hier im Blog im abgelaufenen Jahr gefallen hat und Ihr mich etwas unterstützen wollt, dann könnt Ihr Euch und mir vielleicht mit dem Kauf des oben erwähnten Kalenders etwas Gutes tun.

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Mein ewiger Dank ist Euch dafür – wie auch für Euren Besuch meiner Seite – selbstverständlich gewiss 😊

Hier geht’s weiter zu Kapitel 9.

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Da ich in Emails oder im persönlichen Gespräch immer wieder nach meiner Ausrüstung oder Tipps zum Thema "sinnvolles Foto-Zubehör" gefragt werde, habe ich mir die Mühe gemacht, meine persönliche Ausrüstung zu dokumentieren. Alle unter dem Menüpunkt "Meine Ausrüstung" aufgelisteten Artikel kann ich also definitiv empfehlen. Die Liste wird regelmäßig gepflegt und aktualisiert.

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