Lightroom-Tiger-Tipp #14: „Alles über Auflösung“ – Teil 9
6. Dezember 2020
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9. Wann benötige ich Ausgabe-Schärfen?

Kommen wir zum Abschluss zu einem Thema, welches zwar nicht direkt mit Auflösung zu tun hat, aber dennoch eng damit verbunden ist. Die Rede ist vom Ausgabe-Schärfen. Ich möchte an dieser Stelle nicht tiefer darauf eingehen, was es damit technisch auf sich hat und warum es wichtig ist, sondern nur wie man es beim Export im Zusammenhang mit dem Thema Auflösung korrekt anwendet. Wer mehr über die Hintergründe erfahren will, der müsste in einen meiner Fine-Art-Printing-Workshops kommen, sobald sie wieder stattfinden können.

Das Schöne ist, dass Ihr es mit den folgenden Regeln ganz einfach habt:

  1. Wann immer Ihr im Export den Haken bei „In Bildschirm einpassen“ (siehe Übersicht in Kapitel 5) setzt und damit in irgendeiner Form die Pixelanzahl eines Bildes verändert, müsst Ihr Euch auch um das Ausgabe-Schärfen kümmern und den Haken dafür setzen (siehe nächster Screenshot).

  2. Soll das Bild für eine Bildschirmdarstellung (wie in Kapitel 6 oder Kapitel 7 beschrieben) exportiert werden, dann wählt Ihr für die Art des Schärfens „Bildschirm“ aus. Wer hätte es gedacht 😉
    Aber nur, wenn Ihr den Haken bei „In Bildschirm einpassen“ auch gesetzt habt. Wenn Ihr stattdessen die native Auflösung für den Bildschirm exportiert, dann dürft Ihr kein Ausgabe-Schärfen aktivieren!

  3. Wenn Ihr ein Bild für die Ausgabe auf einem Tintenstrahldrucker exportiert und beim Druck kein Ausgabe-Schärfen mehr zum Einsatz kommt (das müsst Ihr von Eurem Dienstleister in Erfahrung bringen), dann wählt Ihr je nach gewünschtem Papier eine der beiden Optionen aus. Die Option „Mattes Papier“ ist dabei nur für wirklich mattes Papier gedacht. Für alles, was sich Seidenmatt, Semimatt, etc. nennt, ist die Option „Glanzpapier“ die Richtige. Fall Ihr von Eurem Dienstleister keine Aussage dazu bekommen könnt, lasst Ihr das Ausgabe schärfen besser weg. Und überlegt vielleicht auch gleich, ob Ihr mal einen anderen Dienstleister ausprobieren wollt. Ich selber stehe auf jeden Fall immer gerne Rede und Antwort 🙂

  4. Für die Stärke solltet Ihr stets „Standard“ auswählen. Falls Ihr mit einer der anderen beiden Optionen ein besseres Ergebnis erzielt, dann habt Ihr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon beim Eingabe-Schärfen zu stark oder zu wenig geschärft. Mir ist selber noch kein Fall untergekommen, wo ich mit „Standard“ nicht das beste Ergebnis erzielt habe.

  5. Wenn Ihr Euer Bild für den Druck mit der nativen Auflösung exportiert, also den Haken zum Einpassen nicht setzt, dann solltet Ihr nur dann Ausgabe-Schärfen aktivieren, wenn Euer Bild bis zum Druck sicher nicht mehr hoch- oder runtergerechnet wird. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, lasst das Ausgabe-Schärfen weg.

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Das Ausgabe-Schärfen ist übrigens nur bedingt für den Offsetdruck und andere Druckverfahren geeignet, da die enthaltenen Optionen auf Tintenstrahldrucke abgestimmt wurden. Hinter der Funktionaliät von Lightroom verbirgt sich übrigens PhotoKit-Sharpener von Pixel-Genius. Dieses ehemals kommerzielle Photoshop-Plugin gehört zum Besten, was es in dem Bereich gibt. Es wurde von Adobe für Lightroom lizensiert und die Variante für Tintenstrahldrucke und Bildschirme in das Druckmodul und den Export integriert. Das vollwertige Plugin wird leider nicht mehr weiterentwickelt, hatte aber auch die Option für den Offsetdruck und zahlreiche andere Ausgabeverfahren.

Falls Ihr aber nichts anderes zur Hand habt, könnt Ihr die LR-Option für Glanzpapier auch für die meisten Papiere im Offsetdruck verwenden.

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Vorschläge, Wünsche und Bounty-Programm


Wie immer freue mich natürlich über jegliches Feedback. Am liebsten hier über die Kommentar-Funktion oder auch per Mail. Schreibt mir gerne, ob Ihr den Tipp schon kanntet oder ob Ihr ihn für Eure Arbeit mit Lightroom nützlich fandet.

Fürs erste werden die Tipps übrigens ohne jegliche Einschränkungen hier öffentlich zugänglich sein. Nach einer gewissen Zeit – auf die ich mich jetzt noch nicht festlegen möchte – werden die Tipps eventuell nur den Abonnenten des dazugehörigen Newsletters zugänglich sein. Aber ich denke, das ist ein kleiner Preis als Ausgleich für die Arbeit und Zeit die ich in die Tipps und meinen restlichen Blog stecke 🙂

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Und damit kommen wir zu einem weiteren wichtigen Punkt: Ich würde mich auch über Feedback zu den von Euch gewünschten Themenbereichen für zukünftige Tipps freuen. Schreibt mir also gerne, ob es mehr Tipps zum Bearbeiten, zum Verschlagworten, zum Suchen und Filtern oder vielleicht auch ganz anderen Modulen als den beiden Platzhirschen Bibliothek und Entwickeln geben sollte.

Aber nicht nur Eure Wünsche interessieren mich. Falls Ihr auch einen Tipp zu Lightroom auf  Lager habt, von dem Ihr glaubt, dass er hier veröffentlicht werden sollte, dann nix wie aufgeschrieben und per Mail an mich geschickt.

Falls es ein Tipp ist, den ich so noch nicht auf dem Zettel hatte, winkt Euch neben der natürlich selbstverständlichen Erwähnung als Tipp-Geber auch noch eine fette Belohnung! Ich bin gespannt, was ich nach all den Jahren mit Lightroom und Studium von vielen Videos und Artikeln noch alles an Neuem entdecken darf.

Soooo! Fürs Erste soll es dass von meiner Seite zum Thema Auflösung gewesen sein. Aber generell ist dieser Artikel keine abgeschlossene Geschichte. Wenn mir in Zukunft noch etwas dazu einfällt oder Ihr mir Ergänzungsvorschläge und -wünsche zukommen lasst, werde ich den Artikel entsprechend erweitern und verbessern. Auch Fehler dürft Ihr mir natürlich sehr gerne melden 🙂

Wie immer gibt es im Anhang die Beispielbilder nochmal als Ganzes zu sehen.

Zum Ende dieser Ausgabe bleibt mir dann nur noch eines zu sagen: Ich hoffe, dass Euch der ausführliche Tipp und die Bilder gefallen haben, so dass Ihr den Blog und Newsletter mit gutem Gewissen weiter empfehlen könnt.

Darüber hinaus freue ich mich über kleine Spenden via Paypal oder einen Klick auf diesen Amazon-Affiliate-Link vor Eurem nächsten Einkauf. Ihr bezahlt damit keinen Cent mehr und ich kann mich über eine kleine Provision freuen. Das motiviert mich dann, Artikel wie diesen hier, in den insgesamt ca. sieben volle Arbeitstage (und die sind bei mir lang) geflossen sind, gratis zu veröffentlichen.

Mein ewiger Dank ist Euch dafür – wie auch für Euren Besuch meiner Seite – selbstverständlich gewiss 😊

Und natürlich gilt wie immer:

Viel Spaß mit Lightroom und alles Gute bis zum nächsten Lightroom-Tiger-Tipp

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Aus der Erfahrung aus mehr als einem Jahrzehnt täglicher Arbeit mit Lightroom sowie vielen Workshops und Trainings habe ich den Lightroom-Spickzettel entwickelt, der alle wichtigen Tastaturbefehle, Tipps und Tricks für Lightroom kompakt zusammenfasst.

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